Vorausschicken möchte die ARGE, dass die gewonnenen Erkenntnisse auf dem nüchternen Abgleich aller zugänglichen antiken Daten mit (noch immer) vorhandenen Geländemerkmalen, wie Altwegen, Klamm, Fluss, Berge etc. sowie umfangreichen Bodenfunden vor allem Einheimischer beruhen.

Die Ahnen

Quelle: Foto des Finders

Quelle: ARGE Noreia - Noricum

Nach der Verortung der großflächigen hallstattzeitlichen Siedlungsanlage (Grabung 2010), ein wichtiger Baustein der ARGE Thesen als direkte Vorgänger-Siedlung, meinten wir das keltische Noreia müsse sich demnach in mittelbarer Nähe dieses späteisenzeitlichen Zentrums befinden.

Um Klarheit zu gewinnen, begann J.S. den gesamten Kärntner Zentralraum (14 Monate) nach den Überresten Noreias vorerst ergebnislos abzusuchen.

Der ursprünglichen These nach hat sich letztendlich der direkte Bezug von Noreia zu den beiden ebenfalls nach der Königsstadt benannten römischen Straßenstationen bestätigt. (Siehe Tabula Peutingeriana)

 

© GIS-Steiermark®, 2014

 Quelle: Arge Noreia- Noricum

 

Die Wissenschaft einigte sich auf folgende Kriterien für ein Oppidum:

a) Größe: mindestens 30 ha

Das Neumarkter Hochtal (mit dem südöstlich anschließenden Görtschitztal) umfasst ca. 100 km².

b) Topographie: Oppida sind fast durchwegs Höhensiedlungen.

c) Befestigung mit einer möglichst lückenlosen Mauer, wenn das nicht erforderlich ist, auch mit Abschnittswällen.

Das Neumarkter Hochtal (Kessellage) kann an 4 Engstellen hermetisch abgeriegelt werden. Östlich bilden die Seetaler Alpen (ca. 2.200 m Seehöhe) und

westlich der Gebirgsstock der Grebenzen (ca. 1.800 m Seehöhe) und die Berge der Metnitzer Alpen natürliche Grenzen.

Engstellen im Süden:

  1. Klamm (nördlich vom Kärntnerischen Wildbad Einöd),
  2. Das Kärntner Görtschitztal (Sperrfestung). In diesem Bereich befindet sich laut Geländemerkmalen, Wällen und Keramikfunden die 2. keltische Großanlage (projektintern als Noreia 2 bezeichnet)

Diesen beiden keltischen Metropolen setzten die Römer mit den zwei Noreia genannten Straßenstationen ein Denkmal! (Tabula Peutingeriana)

Engstellen im Norden:

  1. Teufenbach (ST) mit einer Sperranlage auf dem Adelsberg.
  2. Scheifling (ST).

d) Strategische Lage am wichtigen Verkehrsweg, Nebenzweig der Bernstein- Straße über Hallstatt ins Mediterraneum führend.

Das Neumarkter Hochtal liegt im Kreuzungspunkt der Nord-Süd-Verbindung nach Aquileia (I) und der Ost-West-Passage im oberen Murtal nach Salzburg. Weiters ist die Mur (Noarus) als schiffbarer Fluss als Transportweg (Flusshafen bei Triebendorf) bis ins Schwarzmeergebiet verfügbar.

(G.W.,13. Mai 2015) 

                                       Quelle: http://gis.ktn.gv.at                                   

                                                                   

Römische Noreia-Isis beziehungsweise Isis-Noreia Statue in Wieting (Gemeinde Klein St.Paul).

Das Görtschitztal wird bis heute von den Einheimischen "Tal der Könige" genannt !

           

Quelle: Google Earth

 Quelle: ARGE Noreia - Noricum

 

Hügelgräberfelder

Im Zuge ihrer Projektarbeit meldet die ARGE Noreia-Norici folgende neue Verortung: Zwischen Noreia 1 und Noreia 2 konnte eine riesige Nekropole lokalisiert werden. Sie besteht aus Tausenden spezifischen Hügelgräbern in exponierter Hochlage, die von Einheimischen irrtümlich als Naturphänomen angesehen wurden.

 

 

 Quelle: ARGE Noreia - Noricum

 Quelle: ARGE Noreia - Noricum / HILTIBOLD.blogspot.com

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