Ein Oppidum Noreia liegt in Österreich, im Bundesland Steiermark, in der Region Obersteiermark, am Südwestrand des Neumarkter Hochtales am Feichterkogel bei Pöllau und umschließt den ganzen Berg.

Quelle: Google Earth


Die keltischen Festungsbaumeister schufen eine elegante und perfekt in die Hänge integrierte, ob ihrer inneralpinen Hochlage einzigartigen Festungsanlage, mit einer vorerst festgestellten Gesamtlänge der komplexen Abschnittswälle von mehr als 10 km Länge. Dieses Oppidum liegt gleich der Daker Hauptstadt SARMI auf 1200m Seehöhe.

Von bezeichnender Bedeutung ist auch die Tatsache, dass beide Eisenzeitmetropolen auf fast gleicher Höhe direkt oberhalb der lokalen eindrucksvollen Verwerfungslinie liegen (reiche Erzlagerstätten).

Das antike Bergbaugebiet um den Graserkopf, Grober Berg, Königskogel, direkt dem Feichter Kogelplateau ( Noreia) gegenüber gelegen, wird heute noch als Königreich bezeichnet. Wieder gibt der griechische Gelehrte Strabon die konkretesten Hinweise in seinem Werk „ die Alpen“...

in einem Sommerzuge…,…um die Gipfel, um welche denn auch die Räuber saßen…..

Quelle: Arge Noreia- Noricum

 

Heute noch deutlich sichtbar die Gipfelplanierung am „Grober Berg“ davor der „ Graserkopf“ ( siehe Fotos).

Quelle: Arge Noreia- Noricum

 

Der Laserscan bei Pöllau ( Südseite ) zeigt deutlich die Überreste der komplexen Wallanlagen:

 

mit freundlicher Genehmigung von © GIS Stmk.

© GIS-Steiermark®, 2014  

Anforderungen an Noreia als Zentralort / Stammeszentrum / “Hauptstadt“:

  1. Herrschaftssitz/Administration/Zentralheiligtum:

Es gilt die Hypothese, dass auf Grund der Wallanlagen das Kultzentrum („Ursprungquelle“ ?) und administrative Zentrum auf dem und rund um den Feichterkogel gelegen waren (Bergfestung, Boier-Krieg, Sommersitz etc.)

      b.   Schutzfunktion:

Durch die Größe von ca. 10.000 ha ausreichend Platz für Wiesen, Wälder, Felder und Wasserläufe/Teiche und damit ideale Lebensbedingung für eine große Bevölkerung.

      c.  Handel, Import und Export:

Die Zentren für den lokalen und den Fernhandel (Salz, Gold, Eisen, Bernstein) sind noch zu lokalisieren.

      e.  Bergbau:

Bergbaugebiet I: Grober Berg, Graserkopf, Königskogel etc. (heute Königreich genannt!)

Bergbaugebiet II: Hüttenberg, Knappenberg (K).

      f.  Gewerbe, Handwerk, Viehzucht:

Die Zentren im Hochtal sind noch zu lokalisieren.

(G.W.,13. Mai 2015)

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