TAL DER KÖNIGE

Quelle: Arge Noreia- Noricum

 

Noreia wird von den Römern als Hauptort des Königreiches der keltischen Noriker bezeichnet, und war Jahrhunderte lang (Aquileia) ihr bedeutender Handelspartner (zB. Ferrum Noricum, Gold etc.).

In den Alpenkriegen des Kaisers Augustus, die unter dem Kommando seiner Stiefsöhne Tiberius und Drusus in den Jahren 16-15 v.u.Z. geführt wurden, soll auch Noreia zerstört worden sein. Seitdem gilt diese keltische Königsstadt als verschollen.

Unter anderem erhält dieser Ort seine besondere Bedeutung durch die „Schlacht bei Noreia“ 113 v.u.Z., wo römische Legionen und nordgermanische Stammesverbände (Kimbern, Teutonen, Ambronen ) erstmals aufeinander trafen und die Römer eine vernichtende Niederlage hinnehmen mussten. Dieses Ereignis im Hochsommer des genannten Jahres markiert auch den Einstieg Kontinentaleuropas in die Weltgeschichte.

Zumindest seit dem 16. Jahrhundert wird nach der Lage dieser einstigen Keltenmetropole erfolglos gesucht. Mehr als ein Dutzend verschiedener widersprüchlicher Theorien sind zurzeit im Umlauf. Auch der seit Jahrzehnten mit dem Noreia-Thema befassten etablierten österreichischen Wissenschaft, war die Verortung bis heute nicht möglich.

 © GIS-Steiermark®, 2014

Die Könige des Nordens Teutobod und Boiorix

Ein weiteres bisheriges Rätsel der Geschichte war das legendäre Hauptgefechtsfeld 113 v.u.Z.“ Schlacht bei Noreia“, dieses konnten wir als das weitläufige Lindfeld bei St. Marein/ Neumarkt identifizieren.(zahlreiche Bodenfunde von Einheimischen in der 1980 und 1990er Jahren)

Die verlorene Schlacht des Konsuls Carbo

„Die engste Durchlassstelle der Alpen, der Ausgangspunkt für den Aufmarsch“… (der Legionen) „Strabon“ ist die heutige Einödklamm.

Quelle: Arge Noreia- Noricum

Die Zeit der Römer

Die beiden römischen Noreia genannten Straßenstationen (siehe Tabula Peutingeriana).

Befindet sich die erste von Professor Schmid lokalisierte Straßenstation bei Wildbad Einöd, direkt unterhalb dem Königreich genannten Bergbaugebiet gelegen,

so ist die zweite ebenfalls Noreia genannte Straßenstation beim heutigen Frojach - Katsch an der Mur zu verorten.

In deren mittelbarer Nähe sich auch die Überreste des ehemaligen großflächigen Flusshafens und Goldwäschen von Noreia befinden.

„…Ein von den Bergen der Alpen herab strömender Fluss mit einer schiffbaren Strecke bis zur Stadt….“ Strabon

In deren Nähe sich auch ein hochgelegenes antikes Heiligtum befindet.

Auf Grund handfester Hinweise ein Isis Noreia Tempel, vormals keltisches Heiligtum ( Flussnähe).

Eine antike Quelle erwähnt eine Umfahrt eines hölzernen Bildnisses der Göttin Juno (Noreia), zu einem hochgelegenen Heiligtum der Kelten.

Danach verlief anfangs unter Kaiser Claudius die Straße nordseitig der Mur abwärts bis zur nächsten römischen Straßenstation (Schlagritzen), beim heutigen St. Georgen ob Judenburg gelegen, deren vollständiger Name schlüssiger weise „ ad ponte monate“ war. (siehe Tabula P.)

© GIS-Steiermark®, 2014

Weitere Arge Erkenntnisse

Bei Maria Buch im Aichfeld, eine bis dato unbekannte röm. Strassenstation(Hinweise auf das 2/3 JH.), sowie die Überreste einer römischen Tempelanlage, davor ein Noreia Heiligtum?

Noarus

Bislang auch unerkannt, die herausragende Bedeutung dieses Alpenflusses als uralter Handelsweg (Wasserstrasse z.B. Frachtflösserei) bis ins Schwarzmeer Gebiet, der heute Mur genannt wird.

Noreia - Archaische Flussgottheit-Wasserkult (Noarus & Noreia)

Deutlicher Hinweis, dass Noreia nicht nur in der keltischen Epoche verehrt worden war. Die Behauptung es habe keinen vorrömischen Noreia Kult gegeben ist haltlos.

Quelle: Arge Noreia- Noricum

 

Diese zeitgleich ebenfalls Noreia genannte keltische Zentralanlage liegt in Österreich im Bundesland Kärnten, im Bezirk St. Veit an der Glan am Kirchberg bei Mösel und umschließt den ganzen Berg.

Durch die strategische Platzierung dieser Großanlage kontrollierte Noreia 2 jeglichen Zugang zu und Abgang aus den nördlich des Oppidums gelegenen Haupt - Bergbaugebieten des norischen Stammesbundes im Bereich Hüttenberg/Knappenberg. Sie bildete somit mit ihrer Zwillingsstadt am Feichterkogel bei Pöllau (Noreia 1 - Steiermark ) das pulsierende Herz des von den Römern als keltisches Königreich bezeichneten Stammesterritoriums.    


                                                                                        Quelle: http://gis.ktn.gv.at                                                                                            

Quelle: Google Earth

Die Römer setzten später diesen beiden Keltenmetropolen ein Denkmal, indem sie zwei ihrer Straßenstationen mit "Noreia" benannten (siehe Tabula Peutingeriana).

 



 

 

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